Ein Validatorbericht wirkt oft komplizierter, als er ist. Für die Suche benötigen Sie zuerst den exakten Fehlercode und die zugehörige Meldung.
1. Den vollständigen Fehlercode übernehmen
Kopieren Sie den Code möglichst unverändert aus dem Prüfbericht. Beispiele sind BR-DE-1, BR-CO-10, UBL-SR-48, CII-DT-097, PEPPOL-EN16931-R040 oder DE-R-T02.
Suffixe gehören zum Code. Bei Kennungen wie -a, -b, -1 oder -2 darf der letzte Teil nicht weggelassen werden, weil dahinter eine eigene Regel stehen kann.
2. Code und Meldung auseinanderhalten
Der Fehlercode identifiziert die Regel. Die Meldung beschreibt, was der Validator festgestellt hat. Zusätzlich können ein XML-Pfad, eine Zeilenangabe und ein Schweregrad erscheinen.
Für eine gute Fehleranalyse sollten Sie mindestens Code, Meldung, verwendeten Validator und dessen Versionsstand sichern.
3. Zuerst nach dem Code suchen
Beginnen Sie mit dem exakten Code. Gibt es keinen Treffer, suchen Sie zusätzlich nach einem markanten Begriff aus der Meldung, etwa „Buyer reference“, „VAT identifier“ oder „empty elements“.
4. Mehrere Fehler sinnvoll sortieren
- XML- oder Schemafehler zuerst prüfen.
- Danach fatale Geschäftsregeln bearbeiten.
- Anschließend Warnungen kontrollieren.
- Nach jeder Korrekturrunde die gesamte Datei erneut validieren.
Ein früher Strukturfehler kann zahlreiche Folgefehler auslösen. Es ist deshalb meist ineffizient, alle Meldungen gleichzeitig zu bearbeiten.
5. Nicht jeder technische Fehler besitzt einen stabilen Code
XML-Parser, XSD-Prüfung oder Übertragungsplattformen können Meldungen erzeugen, deren Kennung je nach Software unterschiedlich ist. In diesem Fall helfen der genaue Meldungstext, die erste betroffene XML-Stelle und die Seite XML- und Schemafehler ohne stabilen Fehlercode.
Quellen und geprüfter Stand
Diese Übersicht wurde am 30.07.2026 anhand der folgenden offiziellen Quellen geprüft:
- KoSIT – XRechnung
- KoSIT – Versionen und Bundles der XRechnung
- OpenPeppol – Peppol BIS Billing 3.0
- KoSIT – Validator-Konfiguration XRechnung
Hinweis: Diese Seite bietet technische Orientierung und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung.